Meducation

In der Einführung habe ich es bereits skizziert, neben der Notfallmedizin an sich ist das damit verbundene Medical Education eine große Leidenschaft von mir. Ich habe große Freude mittels Vortrag, Seminar, Kursinstruktion,  Lehrgespräch/Education, Veröffentlichungen etc. Wissen weiter zu geben. Allerdings bin ich mir bewußt, dass es in der Erwachsenenbildung kaum noch möglich ist Faktenwissen effektiv konventionell zu vermitteln. Vielmehr liegt die Aufgabe des Lehrenden in der Erwachsenenbildung darin das „Feuer der Motivation“ beim Lernenden zu entzünden, sich selbst mit der Thematik zu beschäftigen und dadurch zu lernen. Am effektivsten ist dies natürlich, wenn man selbst für die Thematik „brennt/lodert“, weshalb ich mich bei meinen Lehraktivitäten auf Herzensthemen beschränke und nicht beispielsweise Themen aus der Haushaltsarbeit oder Steuerrecht erörtere.

 

Im Sinne eines „Recycling“ will ich im Folgenden Lehrtätigkeiten von mir nochmal aufgreifen und Inhalte dadurch nochmal bereit stellen.

 

Meine nächsten Stationen sind u.a.:

Notarztkurs Langenargen 08.-15.10.2017 http://www.notarztkurs.de

MEDIZIN Stuttgart 26.-28.1.2018 https://www.messe-stuttgart.de/medizin/

Symposium Intensivmedizin Bremen 14.-16.2.2018 http://www.intensivmed.de

agswn Jahrestagung Baden-Baden 9./10.03.2017 https://www.agswn.de/jahrestagung

STEWI meets EMStage 27.-29.4.2018  http://www.thestewi.ch/index.php/stewi-meets-emstage

STEWI 14.-16.9.2018 http://www.thestewi.ch

 

Erste Schritte tun – das Laufen neu lernen

Je oller, umso doller, und daher hat mir meine Familie einen langjährigen Wunsch erfüllt und ich probiere gerade im Urlaub Langlauf aus, genauer gesagt die Skating-Technik.

Auch wenn ich sicher kein Naturtalent bin habe ich große Freude an dieser für mich neuen Bewegungsart. Als Kind war ich klassisch auf Langlauf-Ski unterwegs, ist aber ehrlich gesagt auch schon 30 Jahre her, so dass ich nicht wirklich behaupten kann auf diese alten Erfahrungen zurück greifen zu können.

Ich sehe die neuen Erkenntnisse für mich nicht nur mit sportlichen Augen, sondern auch in Bezug auf Erwachsenenpädagogik und Sportwissenschaft. Ich kann es wohl mit der Metaebene nicht lassen...

Es ist für mich interessant zu beachten wie Kinder sich schlagen, bekommen sie das erste Mal Langlaufski angeschnallt. Sie probieren, sie schauen ab....ahmen nach... und werden rasch besser.

Ich alter Knabe mit Fachbuchfetischismus bin es anders angegangen: Zunächst habe ich zwei reich bebilderte Bücher zur Skatingtechnik gelesen und habe die Bewegungen mehrfach mental simuliert. Dann habe ich bei den Sportübertragungen im Fernsehen mal genau hingesehen. Nicht weil ich glaube ich könnte jemals so flink über die Loipe fliegen, sondern um mir die Grundbewegungen immer und immer wieder an zu sehen.

Aber warum nimmt der Geizkragen denn sich keinen Lehrer oder besucht einen Kurs? Das werde ich sicher auch noch machen und freue mich drauf, aber ich war neugierig und wollte mir beweisen, wie weit ich auch autodidaktisch komme. Dies ist zwar anstrengender und zeitraubender als sich in einem Kurs berieseln zu lassen, aber autodidaktisch ist in meinen Augen oft nachhaltiger und man kann dann mit professioneller Unterstützung größere Schritte machen, wenn man die Grundbewegungen bereits beherrscht.

Also hab ich mir nun die schmalen Latten angeschnallt und bin auf die Loipe marschiert... und... bin auf den Hintern geknallt. Immerhin war es bis dahin auf abschüssigem Gelände nicht anstrengend, aber zielführend war es eben auch nicht mit einer Abfahrt zu beginnen. Auch beim anschließenden wechselnden Gelände tat ich mir schwer meine guten Vorsätze in die Tat um zu setzen. Spass hat es mir schon gemacht, und es kam zu keinem Einsatz der Bergrettung bzw. es blieben alle Knochen ganz, aber der Durchbruch war es noch nicht.

Der kam heute viel mehr in der zweiten Session, als ich mich bewußt „gezwungen“ habe anderthalb Stunden auf einem präparierten und ebenen Trainingsgelände stur im Kreis zu fahren. Dabei habe ich so viele Übungen und Bewegungsarten durchgespielt, wie ich sie mir aus den Fachbüchern merken konnte. Und siehe da, es kommt eben nicht nur auf Motivation, sondern auch auf Konzentration und Disziplin an. Nun freue ich mich schon zuversichtlich auf neue Versuche nicht nur auf dem Übungsplatz, sondern auch auf der Loipe. Es war mal wieder sehr erstaunlich mir ein zu gestehen, wie kurz man sich nur konzentrieren kann, ehe man wieder technisch unsauber wird und Fehler macht.

Aber warum schreibe ich es hier auf diesen Notfallmedizin-Blog?

Weil ich glaube, dass es nicht nur mir so geht bzw. die Verhältnisse nur beim Langlauf so sind. Ich denke es ist problemlos auf andere Bereiche der Erwachsenenbildung übertragbar: Immerhin können Erwachsene sich viele Fakten auch anlesen und Abläufe mental simulieren. Soweit die Vorteile, aber sie brauchen aber für neue Lerninhalte deutlich länger als Kinder. Erwachsene verlieren oft die Beobachtungsgabe und die Fertigkeit durch Nachahmung besser zu werden. Zudem genießen beide Dinge bei Erwachsenen auch keinen guten Ruf – wer will schon beim abschauen enttarnt werden. Ebenso können wir Erwachsene nicht mehr über längere Zeit unsere Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. In der Pädagogik ist oft von 20min die Rede (was ja immerhin weniger als eine normale Schulstunde ist), aber ich denke es ist sogar noch deutlich weniger wenn es ein hohes Maß an Konzentration bedarf.

Und wie ist es in unserem reellen beruflichen Kontext? Sich bei Kongressen berieseln zu lassen ist ja schon inspirierend, aber man kann kaum nachhaltig Inhalte merken geschweige denn praktische Fertigkeiten verbessern. Aber dafür gibt es ja dann Workshops, wo man in 90min durch viel zu viele Fertigkeiten und Abläufe tobt und eigentlich viel zu wenig zum Üben kommt. Es ist also auch nicht der Weisheit letzter Schluss, genauso wie reine Buchlektüre oder E-Learning. Es ist eine auf Erwachsene abgestimmte Methodenvielfalt und Vermittlungsweise gefragt. Ich möchte  versuchen möglichst viel von diesen Selbsterkenntnissen in meine praktische Lehrtätigkeit übertragen, aber auch hier wird gelten – „es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.

Rückblick auf den ERC GIC in Innsbruck

Ich komme heute erneut ganz beflügelt von einem weiteren ERC GIC aus Innsbruck zurück. Die Gründe für diese Euphorie sind vielschichtig:

Ich durfte so viele langjährige ERC-Weggefährten wiedersehen, die mir sehr gute und treue  Freunde geworden sind, so dass die Tage in Innsbruck wieder voller wertvoller und warmherziger menschlicher Begegnungen war. Weiter ist der Grillhof dort eine geniale Veranstaltungslocation und die Kursorganisation ein Traum.

Trotzdem war ich natürlich aber hauptsächlich wegen des Kurses dort: Ich habe große Freude daran künftige Instruktoren aus zu bilden und gleichzeitig aber auch viel von den Teilnehmern lernen zu dürfen. Das GIC-Kursformat bietet über zwei Tage einen fundierten Einblick in die Medizindidaktik. Die Kollegen aus Österreich haben zudem in den letzten Jahren den Kurs extrem erfolgreich und inhaltlich ansprechend fortentwickelt, wozu ich den Kollegen herzlich gratulieren möchte. Habt herzlichen Dank, dass ich auf diesem Wege an dieser so positiven Entwicklung partizipieren darf. Die dort gewonnenen Erkenntnisse stellen somit für mich auch persönlich einen großen Mehrwert dar, die mich motivieren dem ERC auch weiterhin treu zu bleiben.

Ich bewundere die neuen Instruktoren-Kollegen für Ihre hohe intrinsische Motivation, die sie 1:1 in ein segensreiches Engagement trotz hoher Belastungen im (Berufs-) Alltag umsetzen. Wenn ich sie frage "Warum willst Du Instruktor beim ERC werden?" erwidern sie mir altruistisch Aussagen wie "Weil ich neue Provider ausbilden will, damit diese dann mehr Leben retten!" Dies stimmt natürlich und ihr Ziel ehrt sie, aber ich empfehle dennoch auf den eigenen Mehrwert auch zu achten, da dies für das langfristige Durchhaltevermögen meiner Meinung nach essentiell ist. Ich kann glücklicherweise diese Frage bejahen, weil ich von jedem Kurs notfallmedizinisch wie edukativ immer und immer wieder profitiere, sei es durch neue Aspekte und Hinweise oder auch durch Verstetigung des eigenen Wissens bzw, Fähigkeiten.

Nachlese Fortbildung Traumamanagement am Gesundheitszentrum Todtnau und die prompte Umsetzung der Inhalte

Am 9.11.2019 fand am Gesundheitszentrum Todtnau eine eintägige Fortbildung zum Thema Traumamanagement statt.

Ich war begeistert von den fast 30 interessierten Teilnehmern aus der ganzen Region, die ihren ansonsten freien Samstag für diese Veranstaltung geopfert haben. Lebhaft diskutierten wir über die formellen Vorgaben und die Herausforderungen bei der Umsetzung in die Praxis.

Natürlich kamen auch aktuelle Reizthemen zur Sprache wie Atemwegsmanagement, Management starker Blutungen, Volumengabe, Notfallsonographie, invasive Massnahmen sowie besondere Patientengruppen.

Über die Diskussion und ein leckeres Mittagessen kam dann das praktische Üben etwas kurz, aber es konnte ein ganzes Arsenal an Geräten (u.a. drei unterschiedliche Sonographie-Geräte) und Werkzeugen ausprobiert werden.

Ich wurde schon gefragt und ich biete es auch gerne an diese Fortbildung zielgruppenorientiert auch an anderen Orten und Terminen ab zu halten. Bei Bedarf kann man sich gerne bei mir melden.

Was für die Region Wiesental intensiv besprochen wurde waren die Zuweisungsstrategien in die entsprechenden Kliniken, das jeweilige Transportmittel und die Schockraumindikationen.

Speziell an unserem Standort haben wir die Schwierigkeit, dass wenn unser Notarzt den nächstgelegenen RTW begleiten muss in großen Teilen unseres gemeinsamen Einzugsgebiets keine rettungsdienstliche Versorgung innerhalb der Hilfsfrist mehr besteht. Daher muss die Indikation zur bodengebundenen Begleitung streng gestellt werden, auch ein Hubschrauber kann nicht immer und auch nicht für jeden Patienten aufgeboten werden.

Es gab schon die Schwierigkeit, dass die angefragte Klinik aus internen Gründen ein Schockraumteam zusammengerufen wurde und man sich dann beklagt hatte, dass der Notarzt den stabilen Patienten nicht begleitet hatte. Die Gleichung Schockraum=instabil=Notarzt ist in meinen Augen nicht ganz korrekt. Aufgrund der Kinetik etc. oder interner Interessen kann ein Schockraumalarm erfolgen, ist der Patient jedoch absolut ABCD stabil, besteht für mich keine zwingende Indikation den Transport zu begleiten, wenn ich dadurch die regionale Abdeckung gefährde.

Zwei Tage nach der Fortbildung kam es in unserem Einsatzgebiet zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und drei Insassen. Der eine Fahrer war unverletzt, die beiden anderen Fahrzeuginsassen waren „verklemmt“ (keine schwere Einklemmung, sie können aber nicht aussteigen) aber klinisch stabil. Die Beifahrerin kann schnell durch die Feuerwehr befreit und an die bereitstehenden First-Responder der Bergwacht übergeben werden. Sie hat ein fragliches HWS-Schleudertrauma. Aufgrund der Bauart des Fahrzeugs muss der Fahrer schlußendlich bei Schmerzangabe in HWS und BWS ohne Neurologie sowie durchgehender Stabiität doch durch die Feuerwehr aufwendig technisch gerettet werden. Währenddessen erhalten wir die Information, dass es ca 4km entfernt einen weiteren traumatologischen Notfall gibt. Die Leitstelle fragt an, ob und welche Einsatzkräfte (aktuell Bergwacht, NA und 1 RTW vor Ort) abkömmlich sind. Da der Patient absolut kardiorespiratorisch stabil und wach/orientiert ist, stelle ich mich für den weiteren Einsatz, welcher auch eine Notarztindikation haben soll, zur Verfügung. Der Notfallsanitäter des RTW übernimmt die medizinische Einsatzleitung vor Ort. Eine Bergwachtretterin begleitet mich zum zweiten Einsatz, einem Patienten mit Schulterluxation (DD Fraktur) sowie Commotio cerebri. Der RTW kommt aus ca  40km Entfernung, so dass wir leider längere Zeit auf ihn warten müssen. Der Patient erhält eine Analgesie und wird bestmöglich passiv gewärmt. Auch der Notfallsanitäter dieses RTWs erklärt sich bereit den vorversorgten Patienten allein weiter zu betreuen und ohne NA-Begleitung zu transportieren. So wird es möglich, dass ich wieder zurück an die ursprüngliche Einsatzstelle kann. Dort wurde der eingeklemmte Patient mittlerweile befreit und liegt weiterhin kardiorespiratorisch stabil und voll immobilisert (Halskrause, KED, Spineboard mit Spinne) im vorgewärmten RTW. Es erfolgt gerade die Schockraumanmeldung mit Wirbelsäulentrauma HWS/BWS ohne neurologische Auffälligkeiten nach Hochrasanztrauma und Einklemmung. Auch diesen Transport begleite ich nicht, da sonst weit und breit kein weiteres Rettungsmittel zur Verfügung steht und weiterhin kein Luftrettungsmittel in der Region verfügbar ist.

Beide RTW-Besatzungen wissen aber, dass sie niederschwellig einen NA anfordern können. Die Klinik übernimmt beide Patienten anstandslos.

Am Tag darauf werde ich zu einem Leitersturz aus ca 3m gerufen, der Patient hat eine Schürfung/Schwellung an der Stirn und ist desorientiert. Es bestand keine initiale Bewußtlosigkeit und keine Übelkeit/Erbrechen. Die Pupillen sind isokor und lichtreagibel. Er gibt jedoch Kopfschmerzen an. Entgegen seiner initialen Bekundung  gibt er im Verlauf Schmerzen im cerviko-thorakalen Übergangs an, peripher-neurologische Auffälligkeiten gibt es glücklicherweise nicht. Auch kardiorespiratorisch ist dieser Patient ebenfalls stabil. Das eigentlich zuständige Krankenhaus hat seine Notaufnahme aktuell aufgrund mangelnder Kapazitäten abgemeldet. So erfolgt die Anmeldung im etwas weiter entfernten Krankenhaus mit unfallchirurgischer Abteilung und CT mit V.a. Commotio cerebri und Ausschluss einer Wirbelsäulenverletzung nach Leitersturz aus 3m. Der Dienstarzt sagt mir die Übernahme zu. Die RTW-Besatzung traut sich den eigenverantwortlichen Patiententransport zu, so dass ich auch hier zur Gebietsabdeckung vor Ort bleiben kann, zumal aktuell aufgrund schlechten Wetters auch keine Luftrettung möglich ist.

Das RTW-Team wird im Schockraum erwartet und man zeigt sich erbost, dass kein NA den über 30km langen Transport begleitet hat. Mehrere Tage später gibt ein Oberarzt einem an diesem Tag nicht beteiligten Rettungsdienstmitarbeiter den Auftrag, er solle mir mitteilen, dass mein Verhalten absolut rücksichtslos war, da der Patient schlußendlich eine SAB und eine Wirbelsäulenfraktur gehabt hätte. Die Wahrung der Vertraulichkeit halte ich bei dieser Art der Rückmeldung für zweifelhaft und hätte mir eine persönliche Rückmeldung gewünscht, denn schließlich war über das Protokoll mein Name und der Standort bekannt.

 

Keine Frage, natürlich stehe ich absolut dahinter, dass kritisch erkrankte oder verletzte Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Notwendigkeit einer therapeutischen Intervention notärztlich begleitet werden müssen, sofern ein NA verfügbar ist. Dies war in den Augen aller Besatzungen bei diesen Einsätzen jedoch nicht der Fall. Alle Patienten erhielten eine suffiziente Analgesie und eine prophylaktische Gabe eines Antiemetikums. Alle waren nach ihren Bedürfnissen immobilisiert und monitorisiert, so dass meine Anwesenheit in meinen Augen keinen Unterschied gemacht hätte.

Ich stelle mich der geäußerten Kritik und nehme sie mir auch zu Herzen, daher möchte ich die Fälle hier selbstkritisch vorstellen um zur Diskussion an zu regen.

Meine Absicht ist viel mehr, dass recht schnell Vorgaben definiert sind, aber es nicht immer praktisch umsetzbar ist, gerade in Zeiten eines Mangels an Rettungsmitteln v.a. im ländlichen Raum.

MME Treffen Mallorca

Ich bin gerade aus Mallorca von einem Treffen mit einigen MME Kommilitonen zurück gekehrt. MME steht für den Studiengang "Master of medical education", den ich zwar besucht und hierdurch sehr viel gelernt, aber leider bisher nicht abgeschlossen habe. Bereits vor zwei Jahren haben wir uns zu einer Art "Klassentreffen" im Kloster Randa auf Mallorca getroffen, nun zog es uns an diesen besinnlichen Ort zurück. "Gott sei Dank" haben diese historischen Gemäuer rein gar nichts mit Ballermann & Co zu tun, es ist vielmehr ein stilvoller Ort der Stille und Regeneration.

Dieses Jahr waren es zwar nur neun ehemalige Studierende der 11. deutschen MME-Kohorte, wir haben dafür um so mehr für den Einzelnen erreichen können. Jeder stellte in lockerer und gleichzeitig konzentrierter Atmosphäre die aktuellen Projekte vor und die anderen Anwesenden kommentierten die Präsentation und stellten ihrerseits Rückfragen. So entstand ein fruchtbarer und konstruktiver Dialog. Ehrlich gesagt hatte ich es nicht erwartet, dass sich solch eine produktive Arbeitsatmosphäre  einstellt, ich war also positiv überrascht. An zwei Nachmittagen nutzen wir die vorhandenen Mietwagen und erkundeten damit die wunderschöne Insel. Aber auch hierbei kam es wiederholt zu intensiven und von mir als sehr bereichernd empfundenen Gesprächen. Unter dem Motto "Gedanken kommen beim Reden" entwickelten wir viele Ideen und reflektierten gemeinsam vergangene Ereignisse. Es ging somit also deutlich über unser gemeinsames Interesse an der Medizindidaktik heraus. Nicht nur, aber insbesondere in den besuchten Kirchen gab es auch intensive Momente der Stille, Ruhe und Besinnung; für mich erneut sehr kraftvolle und energiespendende Momente. 

Eins ist klar: Wir wollen diese konstruktiven Treffen beibehalten, auch wenn all unsere Terminkalender gut gefüllt sind, da sie einen großen persönlichen und gemeinschaftlichen Gewinn darstellen - ich freue mich schon jetzt darauf die hoch geschätzten Kollegen wieder zu treffen.

Aber warum schreibe ich hier von dieser Art Bildungsreise?

Zum Einen weil wir dort gemeinschaftlich mein Engagement im Bereich FOAMED, eigenem Blog, Social Media & Co mit all seinen Vor- und Nachteilen sowie potentiellen Gefahren lebhaft aber konstruktiv reflektiert und diskutiert haben. Die meisten meiner Kollegen haben bisher keine Erfahrungen in diesem Bereich und sind somit unvoreingenommen. Ich bekam viele für mich sehr wertvolle Rückmeldungen, die ich mir zu Herzen nehmen und konstruktive Schlüsse daraus ziehen will. Ich danke meinen Kollegen herzlich für ihren Input, der mir sehr geholfen hat und mich auch nachhaltig  voranbringen wird.

Zum Anderen bin ich extrem dankbar für die vielen Impulse auf dieser kurzen Reise und ich kann nur Jedermann ermutigen sich auch mal eine Auszeit zu gönnen, was elementar zur eigenen Achtsamkeit und Resilienz beiträgt. Einfach mal die Ruhe einer Kirche genießen, den Blick über eine wundervolle Landschaft schweifen lassen, sich mit Zeit, Genuß und Dankbarkeit seinen Mahlzeiten zuwenden und/oder tiefsinnige Gespräche führen.

Es braucht sicher nicht jeder für solche segensreichen Momente nach Mallorca reisen, sondern es geht mir viel mehr darum, dass ich an Jeden appellieren will nach solchen ganz individuellen Wegen zu suchen und Kraft daraus zu schöpfen, die wir dringend in unserem trutzigen Alltag brauchen.

Danke meine Freunde für die wundervollen Tage auf Mallorca, "vergelts Gott"!

Rückblick Herausgebersitzung retten! beim Thieme Verlag

Mindestens einmal im Jahr treffen wir Herausgeber uns mit den Verantwortlichen des Thieme Verlags um uns ab zu stimmen. Die Entwicklung der Fachzeitschrift im vergangenen Jahr wird reflektiert und neue Pläne für die kommenden Ausgaben geschmiedet.

Um weiterhin ein attraktives Produkt bieten zu können ist jedoch nicht nur der Ideenreichtum der Herausgeber und des Verlags gefragt, sondern v.a. auch die Rückmeldungen und Wünsche unserer Leser. Daher ist mir der Kontakt zu den Lesern extrem wichtig, bitte scheut Euch nicht mich zu kontaktieren, nur so können wir unser Angebot optimieren.

Ich freue mich aber natürlich auch sehr über interessierte Kollegen egal welcher Berufsgruppe, die bereit und motiviert sind eine Autorenschaft zu übernehmen, wir helfen gerne dabei was Passendes zu finden. Auch wer bereit wäre als Gutachter und im Verlauf auch ggf. Herausgeber tätig zu werden, darf sich gerne melden, wir sind ein sehr aufgeschlossenes Team.

Ehrlich gesagt mach ich mir die Mühe und Arbeit mit der Zeitschrift aber nicht nur wegen der Leser, sondern die Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen ist für mich selbst eine wichtige Wiederholung und somit ein großer persönlicher Zugewinn. Ich kann nur jeden einladen, auch einmal diese Erfahrung zu machen. Wir, die Herausgeber und der Verlag bieten dafür auch eine in meinen Augen sehr gute und bei Bedarf intensive Betreuung der Autoren.

Also, nur Mut, ihr wisst wie man mich erreichen kann.